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1959 führte Franz Halberg den Begriff „zirkadianer Rhythmus“ ein. Damit ist in der Chronobiologie der inneren Rhythmen, eine Periodenlänge von circa 24 Stunden, gemeint.

Es gibt sie also: die innere Uhr. Dein Körper und dein Geist arbeiten nach dieser einen inneren Uhr. Sie regeln damit alle physischen und psychischen Abläufe innerhalb eines Tages. Einige wichtige Prozesse seien hier genannt:

  • Schlaf und Wachsamkeit
  • Stoffwechsel
  • Kernkörpertemperatur
  • Cortisolspiegel
  • Melatoninspiegel
  • Wachstumshormone und andere

Die Kontrolle über die zeitlichen Abläufe unserer inneren Prozesse ist in unseren Genen eingebaut. Die biochemischen Abläufe koordinieren die oben genannten Rhythmen, ganz unabhängig von äußeren Einflüssen. Der bekannteste zirkadiane Rhythmus ist der Schlaf-Wach-Rhythmus. Die Erkenntnisse über die zirkadianen Rhythmen können uns helfen, Teile von Schlaflosigkeit oder Schläfrigkeit zu erklären.

Jede Zelle in unserem Körper folgt einem zirkadianen Muster. Man kann sagen: wir haben es hier mit einer außergewöhnlichen Symphonie von biochemischen Reaktionen zu tun. Alle sind perfekt aufeinander abgestimmt und werden von einer kleinen Gruppe von Zellen im vorderen Teil des Gehirn gesteuert. Durch Hormone und noch weitere unbestimmte Faktoren koordiniert der zentrale Herzschrittmacher die Zellen.

Nehmen wir als Beispiel das Licht. Licht wird von den Augen aufgenommen und reist über die Netzhaut zu den Sehnerven. Über den Chiasma optikum, die Stelle wo sich die beiden Sehnerven hinter den Augen kreuzen (Sehnervenkreuzung), sitzt der suprachiasmatische Kern (Nucleus suprachiasmaticus). Das ist die Meisteruhr des Körpers. Es verbindet die zahlreichen physiologischen Prozesse.

Aus diesem Grund wachst Du auf, auch wenn Dein Schlafzimmer ganz dunkel ist. Nämlich dann, wenn auch nur ein kleiner Schimmer des Tageslichts unter der Tür durchscheint und von deinem Auge wahrgenommen wird.

Es wird angenommen, dass die innere Uhr bei den meisten Menschen nicht genau 24 Stunden beträgt. Sie weicht in vielen Fällen von der geologischen Tageslänge ab. Hinzu kommt unser soziales Verhalten und die Anpassung an andere lebensbeeinflussenden Faktoren, wie zum Beispiel die Schichtarbeit.

Wenn die interne Uhr auf unsere Umwelt und soziale Verantwortung abgestimmt ist, können zirkadiane Störungen auftreten. Diese Störungen können Schlaflosigkeit und übermäßige Tagesschläfrigkeit verursachen.

Daher kann bereits die Behebung zirkadianer Störungen zu einem gesunden und erholsamen Schlaf führen.

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